Grüne Bammental

Kreisverband Kraichgau-Odenwald

Kriterien unserer Politik
Leitbild und Gemeindeentwicklungsplan
Bürgerbeteiligung
Bildungsstandort Bammental
- Kleinkindbetreuung
- Kindergarten
- Schule
- Außerschulische Bildung
Leben in Bammental
- Familien
- Jugend
- Leben und Wohnen im Alter
- Stärkung des Ortszentrums
- Willkommen in Bammental!
- Bürger- und Kulturzentrum
- Kinder- und altengerechte Verkehrswege
Umwelt- und Klimaschutz
- Kommunale Wirtschaftsförderung durch Umwelt- und Klimaschutz
- Erhalt von Natur und Kulturlandschaft
- Identifizierung innerörtlicher Bauflächenpotentiale
Finanzen und Haushalt
- Die Gemeinde als Verbraucherin
Gender-Check


Kriterien unserer Politik:

Nachhaltigkeit: Politische Entscheidungen müssen auf ihre langfristigen Folgen, die Einhaltung des ökologischen Gleichgewichts sowie ihre Auswirkungen auf die Zukunft unseres Ortes überprüft werden.

Solidarität: In unserer Gemeinde sollen alle BürgerInnen entsprechend ihren Fähigkeiten, Bedürfnissen und Möglichkeiten ernst genommen werden. Sie sollen die zur Verfügung stehenden Einrichtungen nutzen und Unterstützung erhalten können.

Partizipation: Alle Menschen sollen ihr Lebensumfeld wesentlich mitgestalten können. Aus Betroffenen sollen Beteiligte werden. Die Fähigkeiten und Kenntnisse der Einzelnen sollen zum Wohl der ganzen Gesellschaft genutzt werden können.

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Grüne Gemeinderäte setzen sich weiterhin ein für

Leitbild und Gemeindeentwicklungsplan

Wir meinen, dass eine Gemeinde ein Leitbild oder eine Vision braucht.

Noch immer werden viele Entscheidungen im Gemeinderat nach aktueller Kassenlage, Zuschussmöglichkeiten, Beschlüssen irgendwelcher übergeordneter Ebenen oder gar nach populistischen Erwägungen getroffen. Das mag nicht immer schlecht sein, aber nur wer weiß, wohin er will, kann entscheiden, ob er auch langfristig auf dem richtigen Weg ist.

Ein kleinster gemeinsamer Nenner dessen, was Bammental sein, bleiben oder werden soll, könnte heißen:

Bammental, eine lebenswerte Gemeinde mit einem lebendigen Ortskern
in einer intakten Umgebung und guten Zukunftschancen für die nächste Generation.

Bei einem solchen Leitbild bliebe noch genug Raum für die verschiedenen kommunalpolitischen AkteurInnen, ihre jeweils unterschiedlichen Vorstellungen einzubringen, zum Beispiel in Bezug auf die Frage, ob ein Ortskern dann lebendig ist, wenn es viele Parkplätze gibt oder eher, wenn Fußgänger nicht durch parkende Autos behindert werden.
Oder die Frage, ob die Gemeinde ein Konzept für den Erhalt der restlichen und teilweise verwildernden Streuobstwiesenbestände entwickeln soll, die für Jahrhunderte das Landschaftsbild um Bammental prägten oder ob man Entwicklungen nicht aufhalten soll.

In enger Verbindung zu einem Leitbild steht ein Gemeindeentwicklungsplan, in dem die Umsetzung dieser Zukunftsvorstellungen in konkrete Vorhaben geplant wird.

Die von den Grünen seit Jahren erhobene Forderung nach einem Gesamtkonzept für die zukünftige Entwicklung Bammentals wird inzwischen auch von anderen Fraktionen mitgetragen und somit vom nächsten Gemeinderat hoffentlich endlich auf den Weg gebracht. Noch immer kommt es vor, dass unter Zeitdruck Entscheidungen getroffen werden, die sich im Nachhinein als eher hinderlich für die Lösung anderer Probleme herausstellen – und sei es nur deshalb, weil Geld oder Räumlichkeiten immer nur ein Mal vergeben werden können.

Aber insbesondere in Zeiten, in denen große gesellschaftliche Veränderungen wie der demografische Wandel, die Klimaerwärmung oder die Verlagerung des Reichtums (von der öffentlichen Hand weg in immer weniger private Hände) gar nicht mehr zu übersehen sind, reicht ein „von der Hand in den Mund“  als Entscheidungsprinzip nicht mehr aus.

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Bürgerbeteiligung

Zu der Erarbeitung eines Gemeindeentwicklungsplans gehört für uns GRÜNE auch eine offene Zukunftswerkstatt, bei der möglichst viele BürgerInnen unter professioneller Anleitung ihre Kompetenzen und Ideen einbringen - ein Verfahren, das sich schon in vielen anderen Städten und Gemeinden bewährt hat.

Wo es bei komplexeren Themen (z.B. Wohnen im Alter) notwendig und sinnvoll erscheint, werden wir weiterhin Runde Tische initiieren, zu denen neben den GemeinderätInnen auch betroffene und interessierte BürgerInnen eingeladen werden. So kann die Kommunikation und ein wechselseitiger Informationsfluss zwischen Gemeindeverwaltung, Gemeinderat und den BürgerInnen kontinuierlich verbessert werden.

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Bildungsstandort Bammental

Es ist eine grundlegende Erkenntnis, dass die Weichen für spätere Lebenswege schon im frühen Kindesalter gestellt werden. Der erzieherischen Leistung der Kindertageseinrichtungen wächst damit eine zunehmende Bedeutung zu. Gute Schulen sind unabdingbar. Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass durch die Schule die Grundlagen für berufliche Perspektiven und gesellschaftliche Teilhabe der jungen Menschen gelegt werden. Die Eröffnung und Sicherung gleicher Bildungschancen ist somit ein wesentlicher Teil kommunaler Daseinsvorsorge.

Gleichzeitig erhöhen gute Kinderbetreuungsangebote und Schulen die Attraktivität unserer Gemeinde als Wohnort und als Wirtschaftsstandort, fördern die soziale Integration von Kindern und Familien und stiften volkswirtschaftlichen Nutzen. Außerdem zeigt sich, dass Länder mit guten Kinderbetreuungsangeboten höhere Geburtenraten und mehr Frauen in Führungspositionen aufweisen können.

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Kleinkindbetreuung

Die Nachfrage nach kommunalen Kinderbetreuungsangeboten für Kleinkinder ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Wir haben in Bammental die Aufgabe an einen  privaten Träger, Kinderreich e.V., übergeben. Wir GRÜNEN setzen uns dafür ein, dass die Angebote und  pädagogischen Konzepte mit der Gemeinde abgestimmt werden, damit das Betreuungsangebot an den besonderen Bedürfnisse der Kleinkinder ausgerichtet wird und eine enge Zusammenarbeit der Fachkräfte mit den Eltern die Grundlage für eine gesunde körperliche, geistige und seelische Entwicklung von Kleinkindern schafft so wie familienorientiert ausgelegt ist.

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Kindergarten

Jedes Kind, das einen Bammentaler Kindergarten besucht, hat das Recht, in gleichem Maße in seinen Entwicklungs- und Bildungsprozessen unterstützt zu werden. Die Gemeinde als Trägerin der Kindergärten ist verpflichtet, dieses Ziel durch entsprechende Rahmenbedingungen und geeignete Maßnahmen in ihren Kindergärten zu erreichen.

Wir GRÜNE werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass in den beiden kommunalen Kindergärten nicht nur die gesetzlich vorgeschriebenen Minimalstandards eingehalten werden, sondern dass die Erzieherinnen ihrer großen Verantwortung bei der Frühförderung durch eine gute Zeitausstattung und ständige qualifizierte Fortbildung auch nachkommen können und müssen. Die Gemeinde muss in beiden Kindergärten hohe Qualität sicherstellen.

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Schule

Bildung ist unser zukünftiges Kapital. Oberstes Ziel ist das längere gemeinsame Lernen und die individuelle Förderung jedes Kindes entsprechend der persönlichen Stärken und Schwächen. Bildungsgerechtigkeit für alle und die Entkoppelung des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft ist unerlässlich.  

Kein Kind darf auf der Strecke bleiben.

Wir unterstützen die Schulen darin, ihren Bildungsauftrag umzusetzen. Durch den Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung gibt es in allen Schularten vor Ort eine immer hetereogener werdende Schülerschaft. Wir unterstützen die Schulen in der Gestaltung einer veränderten Lernkultur und neuer Lernformen. Kooperatives und individualisiertes Lernen sollte allen Kindern zur Verfügung stehen. 

Derzeit hat die Grundschule eine flexible Nachmittagsbetreuung. In Absprache mit Eltern und Schulgremien können wir GRÜNEN uns die Einrichtung einer Ganztagesgrundschule vorstellen. Dafür - wie auch für die bestehende Ganztagsschule ab Klasse 5 - gilt: Ein bedarfsorientiertes Ganztagsangebot an den Schulen muss mehr sein als ein Betreuungsangebot und ein Lernort. Es muss darüber hinaus der Bildungsgerechtigkeit dienen durch eine gute Stundenausstattung für Förderunterricht. Außerdem müssen ausreichend Angebote zur Stärkung der Persönlichkeit der SchülerInnen vorhanden sein. Schulsozialarbeit und Schulpsychologe zur Unterstützung sind unabdingbar.

Gemeinsam mit den Schulen und Eltern muss ein tragfähiges Gesamtkonzept für den Bildungsstandort Bammental immer wieder erarbeitet, abgestimmt und gegebenenfalls auch erstritten werden.

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Außerschulische Bildung

Lernen ist ein lebenslanger Prozess, der viele Bildungspartner braucht. Wir wollen, dass Gemeindebücherei, Musikschule und VHS in der Bildungslandschaft unserer Gemeinde einen festen Platz haben, der auch in Zeiten leerer Kassen nicht zur Disposition gestellt wird.

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Leben in Bammental

Familien

Unterschiedliche Gründe machen die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch familienunterstützende Infrastruktur nötig.

Bedarfsgerechte Kindergartenzeiten, Angebote zur Nachmittagsbetreuung an der Grundschule, garantierte Kernzeitbetreuung und Angebote zur altersangemessenen Ferienbetreuung für Schulkinder, sind wichtige Aufgaben der Gemeinde.

Diesbezüglich ist in der letzten Legislaturperiode bereits vieles geschehen. (Mittagsbetreuung, Mittagessen in der Grundschule, verlängerte Öffnungszeiten der Kindergärten, verbunden mit Essensangebot, Ganztagesgruppen in den Kindergärten, Kinderkrippenplätze, Ferienbetreuung in Kooperation mit Päd-Aktiv und Nachbargemeinden - neuerdings mit dem privaten Träger Kinderreich e.V. - usw.)

Dennoch werden wir uns weiterhin für zeitgemäße, familienorientierte Angebote einsetzen  und eine bedarfsorientierte Nachbesserung im Auge behalten. Diskussionen um eine Ganztagesgrundschule sind aufgrund der Nachfrage berufstätiger Eltern, die ihre Kinder bereits im Kindergarten ganztags betreuen ließen, absehbar und unerlässlich.

Kinder aus schwierigen Familiensituationen werden durch Hausaufgabenbetreuung und Kindergartenfreiplätze gefördert, um ihnen gleiche Entwicklungschancen zu ermöglichen.  Das gilt auch für Angebote zur Integration von Kindern mit Migrationshintergrund, z.B. durch Sprachförderung im Kindergarten.

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Jugend

Aufgabe der Gemeinde muss es sein, neben der Jugendarbeit der Vereine und sonstigen Träger auch Eigeninitiativen von Jugendlichen zu unterstützen.

Jugend hat das Bedürfnis, sich zu beweisen, und muss dabei ernst genommen werden. Offenheit für Ideen aus dem Kreis der Jugendlichen und Unterstützung bei deren Umsetzung sind ein Ziel grüner Kommunalpolitik. Wichtig ist uns, die Eigeninitiative junger Menschen zu fördern und dafür die notwendige Infrastruktur zu schaffen, wenn Ideen und Wünsche an uns herangetragen werden.

Seit Kurzem steht an zwei Nachmittagen die Woche ein Jugendtreff für die Altergruppe 12-15 Jahren zur Verfügung, der offensichtlich gut angenommen wird. Auch an dieser Stelle wird eine bedarfsgerechte Anpassung diskutiert  werden.

Wir unterstützen das Jugendforum als Plattform für politische Angebote an Jugendliche.

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Leben und Wohnen im Alter

Der Anteil an älteren Menschen wird auch in Bammental deutlich zunehmen. Großfamilien, in denen alte Menschen zusammen mit ihren Kindern und Enkelkindern leben können und eine sinnvolle Aufgabe haben, gibt es nur noch als Ausnahme. Also Einsamkeit im Alter oder Altenheim? Das Nachdenken über alternative Lebensformen für das Alter hat hohe Aktualität. (Alten-WG, Mehr-Generationen-Häuser usw.)

Es ist dringend notwendig, zeitnah alternative Konzepte zu entwickeln, die sich zwingend im neu zu erarbeitenden Gemeindeentwicklungsplan widerspiegeln müssen.

Wir werden uns dafür einsetzen, dass geeignete Objekte und Grundstücke gefunden und durch eine entsprechende Überplanung für alternative Projekte offen gehalten werden. Ziel muss es sein, geeignete Angebote zu planen, bevor der dringliche Bedarf nur noch Eillösungen erlaubt.

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Stärkung des Ortszentrums

Neben einem regen Vereinsleben ist es gerade auch die Vielzahl ungeplanter Begegnungen zwischen ihren BürgerInnen, die eine Gemeinde lebendig und lebenswert macht. Erhalt und soweit möglich Ausweitung der Geschäftsvielfalt im Zentrum Bammentals sind die Voraussetzung dafür, dass man sich einfach so treffen und ein Schwätzchen miteinander halten kann. Lösungen für den vielfachen Leerstand von Geschäftsräumen in der vorderen Hauptstraße müssen deshalb dringend gesucht und gefunden werden. Die Stärkung des Ortszentrums ist nicht nur durch Geschäfte sondern auch durch soziale und kulturelle Einrichtungen möglich.

Auch zu diesen Punkten wurden in den letzten Jahren einige Weichen gestellt. Die Gemeindebücherei ist zwar nicht ins Ortszentrum, dafür aber in unmittelbarer Nähe des Anna-Scherer-Hauses, näher an den Ortskern herangerückt. Mit dem neuen Multifunktionsgebäude auf dem Schulgelände wurden weitere räumliche Möglichkeiten für kulturelle Angebote und Bürgerbegegnung geschaffen (Konzerte, Theater, Vorträge, VHS, Podiumsdiskussionen, Runde Tische...). Noch nicht verwirklicht sehen wir einen zwanglosen Begegnungstreff für Alt und Jung im Ortszentrum. Hier bahnt sich mit Hilfe des Familienzentrums Kinderreich e. V. in absehbarer Zeit eine Lösung an: Nach Umbau des Schützenhofes und Etablierung der Kleinkindbetreuung soll auch ein Begegnungscafe in diesem Gebäude eingerichtet werden.

Einkaufsmöglichkeiten, die zwar den aktuellen Verkaufsflächen-Vorstellungen eines Einzelhandelskonzerns entsprechen und Parkmöglichkeiten im Übermaß bieten, lassen sich in den gewünschten Ausmaßen nur außerhalb des Ortszentrums verwirklichen und führen damit zum Austrocknen des Ortskernes.

Wir GRÜNE werden uns dagegen stemmen. Gerade für ältere Menschen ohne PKW sind die Einkaufsmöglichkeiten im Ortskern unverzichtbar.

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Willkommen in Bammental!

Viele Menschen mit Migrationshintergrund hat es in den zurückliegenden Jahren vermehrt nach Bammental gezogen. Die Gründe sind vielfältig – sei es, weil unsere Gemeinde ein attraktiver Wohnort nahe der Uni oder einem global vernetzten Unternehmen darstellt, weil Menschen hier einen Neuanfang aus einem krisengeschüttelten Heimatland suchen, der Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa entgehen möchten oder als osteuropäische Pflegekräfte für unsere Alten sorgen.

Allen Menschen, die zu uns kommen, wollen wir mit Offenheit und Interesse begegnen. In unserer Gemeinde soll eine Kultur der Wertschätzung und Anerkennung gesellschaftlicher Vielfalt herrschen, wozu für uns ganz selbstverständlich auch MigrantInnen und AsylbewerberInnen gehören. Ausländerfeindlichkeit und jede Form der Ausgrenzung von Menschen mit anderen Lebensentwürfen lehnen wir ab und engagieren uns für ein Zusammenleben aller Bürgerinnen und Bürger, das von Offenheit und Toleranz geprägt ist. Das erfordert eine Willkommenskultur vor Ort.

Zuwanderer aus dem europäischen wie außereuropäischen Ausland sollen ihren Platz in Bammental finden und am Leben der Gemeinde teilhaben. Dazu müssen Orte der Begegnung und des Austauschs zwischen Menschen aller Kulturen und Generationen geschaffen werden, um Auswege aus dem „Ghetto des Andersseins“ zu eröffnen und über gemeinsames Tun mit anderen Bammentaler BürgerInnen in Kontakt zu kommen. Wichtig ist neben dem mitmenschlichen Aspekt die Hilfe bei Behördengängen, Arztbesuchen etc., und das Angebot an MigrantInnen und AsylbewerberInnen, die deutsche Sprache zu erlernen.

Darüber hinaus setzen wir uns für Chancengerechtigkeit in den Bildungseinrichtungen ein. Sprachförderung ist in unseren Kindergärten bereits ein fester Bestandteil des Bildungsplans. Eine Vorbereitungsklasse für neu zugezogene Migrantenkinder an der Elsenztalschule ermöglicht einen schnellen Spracherwerb, die Hausaufgabenbetreuung unterstützt den Bildungserfolg nachhaltig.

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Bürger- und Kulturzentrum

Bammental hat eine engagierte Bürgerschaft, die Beachtliches auf die Beine stellt. Eine wichtige Aufgabe ist es, hierfür die passende Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. In diesem Punkt wurden in den letzten Jahren einige Weichen gestellt. Mit dem neuen Multifunktionsgebäude auf dem Schulgelände wurden weitere räumliche Möglichkeiten für kulturelle Angebote und Bürgerbegegnung geschaffen (Konzerte, Theater, Vorträge, VHS, Podiumsdiskussionen, Runde Tische....). Noch nicht verwirklicht sehen wir einen zwanglosen Begegnungstreff für Alt und Jung im Ortszentrum. Hier bahnt sich mit Hilfe des Familienzentrums Kinderreich e. V. in absehbarer Zeit eine Lösung an:  Nach Umbau des Schützenhofes und Etablierung der Kleinkindbetreuung soll auch ein Begegnungscafe in diesem Gebäude eingerichtet werden. Die Gemeindebücherei konnte vergrößert werden und lädt seitdem regelmäßig zu kulturellen Veranstaltungen für Groß und Klein ein.

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Kinder- und altengerechte Verkehrswege

Vieles ließ sich in den vergangenen Jahren verbessern. Aber noch immer gibt es Stellen in Bammental, an denen Fußgänger gegenüber dem motorisierten Verkehr gefährlich benachteiligt sind. Auch wenn das optimale Mittel noch nicht gefunden ist, werden wir uns nicht damit abfinden, dass KinderwagenschieberInnen oder ältere Menschen mit Rollatoren durch PKWs vom Bürgersteig auf die Fahrbahn abgedrängt werden können. Parkplatzprobleme für gepanzerte Verkehrsteilnehmer auf Kosten von ungepanzerten bleiben für uns ein inakzeptables Argument.

Auch in Zukunft bleibt es für uns eine Aufgabe in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden das überörtliche Radwegenetz weiter auszubauen und mit benutzerfreundlicher Ausschilderung zu versehen.

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Umwelt- und Klimaschutz

Wir sind froh, dass dieses Thema mittlerweile auch in unserer Kommunalpolitik angekommen ist und sich der Gemeinderat für eine/n Energie-ManagerIn für die gemeindeeigenen Gebäude ausgesprochen hat. Da Basis dieser Stelle ein Umwelt- und Klimaschutzkonzept ist, gibt es auch einen Handlungsplan, der abgearbeitet werden muss und den wir Grüne mit unseren Gemeinderatsentscheidungen tatkräftig unterstützen wollen. Dies ist schon mal ein guter Anfang. Nichts desto trotz müssen die Auswirkungen von Gemeinderatsentscheidungen weiterhin hinsichtlich Umwelt- und Klimaschutz bewertet werden. Dazu ist es notwendig, dass der Gemeinderat sich zu dem Klimaschutzziel, das der Runde Tisch Energie erarbeitet hat, bekennt und alle Vorschläge des Klimaschutzkonzepts sowie der Energiemanagerin wohlwollend prüft. Dabei müssen auch immer wirtschaftliche Kriterien mit berücksichtigt werden. Denn ein sinnvoller Klimaschutz ist nur durch die drei großen E’s machbar, d.h.

mehr

  • Energieeinsparung
  • Energieeffizienz
  • Erneuerbare Energien

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Kommunale Wirtschaftsförderung durch Umwelt- und Klimaschutz

Bei Erhaltung und Sanierung der kommunalen Liegenschaften legt die Gemeinde besonderen Wert auf energiesparende Investitionen. Die Sonderprogramme der KfW, z. B. das kommunale CO2-Minderungsprogramm, bieten die entsprechende finanzielle Unterstützung.

Den Ausstieg aus Kernenergie und fossilen Energieträgern werden wir auf kommunaler Ebene weiter verfolgen, mit dem Ziel der Förderung umweltschonender Energieträger. Die Nutzung von grünem Strom konnte in einem ersten Schritt bereits für das Rathaus erreicht werden. Auch die Verwendung von Recyclingpapier für alle kommunalen Einrichtungen konnten wir durchsetzen.

Grundsätzlich bedeutet jede örtliche bzw. regionale Energieerzeugung eine Stärkung der heimischen Wirtschaftskraft, weil dadurch der Geldabfluss für den Kauf fossiler Energieträger gemindert wird, Kaufkraft vor Ort bleibt und Arbeitsplätze vor Ort entstehen.

Wir unterstützen daher den Runden Tisch bei der Erstellung von Nahwärmekonzepten für Bammentaler Quartiere. Wie die dazu notwendigen Anlagen betrieben werden, müssen eine Wirtschaftlichkeitsrechnung und der Anwohnerwille festlegen.

Durch die Neuvergabe der Stromnetzkonzession gemeinschaftlich mit anderen Elsenztalgemeinden ergeben sich nun Möglichkeiten unter kommunaler Regie auch Stromnetze zu betreiben. Dadurch lassen sich nun auch gut klimapolitische Aspekte beim Netzbetrieb in den Vordergrund stellen. Wir GRÜNE unterstützen den Aufbau eines kommunalen Netzbetriebs, wenn dieser finanziell und wirtschaflich sinnvoll erscheint, sind aber auch für andere Beteiligungsmodellen, die einen Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen hinsichtlich eines besseren Klimaschutzes zulassen, offen.

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Erhalt von Natur und Kulturlandschaft

Wir setzen uns für Biotop- und Artenschutz ein, um die Vielfalt der Natur zu erhalten und zu fördern, und wollen Biodiversität und Pflanzenvielfalt im öffentlichen Grünraum. Dazu gehören Überlegungen, wie die fehlende Baumpflege bei Streuobstwiesen angeschoben werden kann und der Einsatz von einheimischem Saatgut und Baumsorten bei Pflanzungen.

Gentechnisch verändertes Saatgut in Landwirtschaft und Gartenbau hat auf Bammentaler Gemarkung nichts verloren.

Für Gemeindegrundstücke wollen wir erreichen, dass bei der Neuverpachtung landwirtschaftlicher Flächen und bei der Verlängerung bestehender Pachtverträge PächterInnen solange vertraglich verpflichtet werden, auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu verzichten, bis deren Unbedenklichkeit nachgewiesen ist.

Zur Gemeinde Bammental gehören 530 ha Wald (davon 385 ha im Besitz der Gemeinde). Wald ist unersetzlicher Lebensraum für viele Tierarten und essentiell für unser Klima: Wälder schützen die Böden vor Erosion, liefern Trinkwasser und stellen einen der wichtigsten Speicher für das Treibhausgas Kohlendioxid dar. Der gemeindeeigene Wald wird zur wirtschaftlichen sowie privaten Holzgewinnung genutzt. Er dient uns Menschen aber auch als Naherholungs- und Freizeitgebiet, weshalb der Zustand der Waldwege für uns immer wieder ein Thema ist.

Die GRÜNEN setzen sich nicht nur für einzelne Gebiete wie den Bannwald „Hollmuth“ oder kleine Totholz-Inseln ein, wo ganz auf eine Bewirtschaftung verzichtet wird, sondern auch für einen zeitnahen Umbau der Bammentaler Waldflächen zu einem Mischwald, der zunehmenden Klimaextremen und Waldschäden trotzen kann. Wir wollen, dass der Bammentaler Wald auch in Zukunft seine vielfältigen Funktionen erfüllen kann.

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Identifizierung innerörtlicher Bauflächenpotentiale

Wir sprechen uns eindeutig gegen die Ausweisung weiterer Baulandpotentiale aus, weil wir der Meinung sind, dass weiterer Flächenverbrauch bei einer abnehmenden Bevölkerung völlig widersinnig ist. Dies gilt für uns auch dann, wenn durch den Zuzug in die Metropolregion Rhein-Neckar aktuell in Bammental noch eine Nachfrage nach Bauplätzen besteht.

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Finanzen und Haushalt

Die GRÜNEN setzen sich für eine Konsolidierung des Haushalts mit Augenmaß ein, um die vielfältigen Versorgungsstrukturen zukunftsfähig zu machen und nicht “kaputt zu sparen”. Vorrang haben für uns Investitionen in Menschen (Bildung, Kindergarten, Schule, Jugendarbeit etc.) vor Beton und Blech.

Wichtig sind für uns eine langfristige Planung der Ortsentwicklung sowie der Finanzen. Ein „Immer-weiter-so“ mit ad-hoc-Entscheidungen je nach Zuschusslage lehnen wir ab.

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Die Gemeinde als Verbraucherin

Wir setzen uns dafür ein, dass Nachhaltigkeit in den Fokus der Gemeindepolitik rückt.

Motto für die Kommune als Kundin sollte sein:

                            gentechnikfrei, ökologisch, fair, regional

Die Gemeinde hat einen großen Bedarf an Materialien und Produkten, z.B. in ihren Büros, Schulen und Kindergärten. Sie ist damit ein beträchtlicher Wirtschaftsfaktor und muss bei ihrer Beschaffung mit gutem Beispiel voran gehen: Umweltfreundliche Produkte und Waren aus der Region haben bei der kommunalen Beschaffung Vorrang, während der Verzicht auf Produkte, die in Kinderarbeit hergestellt werden, selbstverständlich werden muss.

Bei Beschaffung von Fahrzeugen, Geräten, Anlagen und Verbrauchsgegenständen soll nicht nur der Anschaffungspreis entscheidend sein, sondern die Gesamtkosten (Verbrauch, Steuern, Versicherungen, Reparaturen) über die Lebensdauer des Produktes. Bei Fahrzeugen sollen die Optionen Elektro- und Erdgasantrieb zwingend angeboten werden. Und auch die CO2-Bilanz muss beim Kaufentscheid eines Produkts einbezogen werden.

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Gender-Check

Nicht nur finanzielle Kriterien, sondern- neben dem schon weit verbreiteten Umwelt-Check -soll auch Geschlechtergerechtigkeit zum verpflichtenden Kriterium für kommunalpolitische Entscheidungen werden, d.h. Gemeinderats-Beschlüsse müssen auf ihre unterschiedlichen Auswirkungen auf Männer und Frauen überprüft werden. Ebenso ist festzustellen, ob die Gemeinde die Kriterien zur Unterzeichnung der europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern erfüllt.

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