Grüne Bammental

Kreisverband Kraichgau-Odenwald

Dass die GRÜNEN nicht nur kommunal, sondern auch europäisch denken, zeigte sich bei der Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten am vergangenen Mittwoch im Familienzentrum. Den Anfang machte nämlich Nicolà Lutzmann, der mit dem Fahrrad aus Heidelberg angereiste Europakandidat der GRÜNEN.

„Man sollte öfter mal einen Mutausbruch haben!“

Nicolá Lutzmann, Kandidat für das Europaparlament

Der promovierte Biologe, der lange im EU-Zulassungsverfahren für Pestizide arbeitete und seit November als Fachschaftsleiter „Gesellschaft, Kultur und Politik“ bei der Akademie für Ältere in Heidelberg tätig ist, stellte seinem Plädoyer für Europa das Motto: „Man sollte öfter mal einen Mutausbruch haben!“ voran. Gemeint war der Mut der Männer und Frauen, die nach den Verheerungen des 2. Weltkriegs die Vision einer Zukunft Europas als Friedensgemeinschaft entwarfen und an deren Verwirklichung arbeiteten, aber auch der Mut und die Entschlossenheit, die es heute braucht, um sich allen Versuchen der Spaltung Europas und einem zunehmenden Nationalismus entgegenzustellen.

Zweidrittelmehrheit pro Europa sichern!

Lutzmann rief dazu auf, am 26. Mai unbedingt pro-europäisch wählen zu gehen, um die nötige Zweidrittelmehrheit für den gemeinsamen Kampf gegen Klimawandel und Artensterben, gegen die Aushöhlung von Menschen- und Bürgerrechten, die zunehmende Macht internationaler Konzerne und eine wachsende soziale Ungleichheit zu sichern. Als wichtige Zielsetzungen nannte der Kandidat der GRÜNEN u.a. eine CO2-Bepreisung, die konsequente Durchsetzung europäischer Klimaschutzrichtlinien auf nationaler Ebene – hier hinke Deutschland noch weit hinterher, so Lutzmann -, einen europaweiten Mindestlohn entsprechend den Lebenshaltungskosten des jeweiligen Landes, eine weitere Ökologisierung des Agrarhaushalts unter Berücksichtigung des Klima- und Artenschutzes und nicht zuletzt ein solidarisches Europa, das nicht nur seine eigenen Grenzen im Blick hat und deshalb z.B. bedingungslos die Seenotrettung unterstützt.

Kandidatinnen und Kandidaten mit vielfältigen Schwerpunkten

Kandidat*innen-Vorstellung

Nach einer kurzen Fragerunde zu Europa gab Horst Rehfuss, der den Abend moderierte, das Wort gleich an die anwesenden Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten weiter. Hier wurde deutlich, dass die Frauen und Männer, die sich im Gemeinderat mit GRÜNER Politik für Bammental engagieren wollen, mit sehr vielfältigen Schwerpunkten antreten. So will sich Sara Murswieck für die Erhaltung und Stärkung des Ortskerns sowie gute Bedingungen für Kinderbetreuung und Schulbildung einsetzen. Dominik Simon möchte durch den Ausbau des ÖPNV, durch einen sicheren Radverkehr und den verstärkten Einsatz des Bürgerruftaxis eine Reduktion des Autoverkehrs in Bammental erreichen. Christa Kleinbub-Dunkl will sich für ein weiterhin gutes Miteinander zwischen Jung und Alt, neu Zugezogenen und Alteingesessenen stark machen, ebenso wie Klaudia Klaffke, für die Bammental ein guter Ort zum Leben und Lernen bleiben soll. Sybille Götz-Körper möchte die Energiewende auch in Bammental stärker voranbringen. Die Vermeidung weiterer Flächenversiegelung ist Barbara Degen ein Anliegen.

Bildung, Verkehrs- und Energiewende, friedliches Miteinander als zentrale Themen

Anette Rehfuss will sich vor allem für Nachhaltigkeit im Bildungsbereich, d.h. gute pädagogische Konzepte, Angebotsvielfalt und konstante Betreuungszeiten in Kita und Hort, und ganz allgemein für die Vision einer fairen ökosozialen Kommune einsetzen. Neben der Förderung von Kunst und Kultur ist für Robert Bittner die Umsetzung des Digitalpakts auch in Bammental ein wichtiges Thema. Klaus Majenz macht sich für die Erhaltung der Diversität in der Bammentaler Bildungslandschaft stark und hat sein Augenmerk besonders auf die Gefährdung der Demokratie gerichtet. Für Irmela Müller-Wulff stellt sich auch auf kommunaler Ebene die Frage, was speziell Frauen brauchen, um gut leben zu können, etwa im Bereich Wohnen, ÖPNV und Kinderbetreuung. Ulf Höppner sieht in der Erreichung der gesteckten Klimaschutzziele sowie der Umsetzung des Gemeindeentwicklungskonzepts, für das die GRÜNEN lange gekämpft haben, die wichtigsten Aspekte seiner Arbeit.

Bei der anschließenden Fragerunde ging es um Nahverkehrsangebote in der Nacht und eine weitere Verkehrsberuhigung in Bammental. Auf die Frage, warum die Hauptstraße zwischen Friedensbrücke und Abzweigung Gaiberger Straße nicht zur Tempo 30-Zone werden könne, verwies Anette Rehfuss auf die Zuständigkeit des Kreises und empfahl, GRÜNE in den Kreistag zu wählen, damit künftig im Bedarfsfall auch auf Kreisstraßen Tempo 30 gelten kann.

Weitere Themen in Gruppendiskussionen

Danach diskutierten die Anwesenden mit den Kandidatinnen und Kandidaten in Grüppchen weiter, wobei es um Themen wie die Umstellung aller öffentlichen Gebäude und Fahrzeuge auf erneuerbare Energien bis 2035, die Ausweisung weiterer Sanierungsgebiete, den Bau einer inklusiven Kita „Am Wald“, die Einführung eines „Bammental-Passes“ für die Bezieher*innen geringer Einkommen und die Nachhaltigkeitsprüfung aller kommunalen Vorhaben ging.

Mit vielen neuen Anregungen und Wünschen an die Kandidatinnen und Kandidaten beschloss Horst Rehfuss zu vorgerückter Stunde einen Abend, bei dem ein reger Austausch im Mittelpunkt stand.

jgm


 


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