Grüne Bammental

Kreisverband Kraichgau-Odenwald

Ganz im Zeichen der Kommunalpolitik stand diesmal das GRÜNEN-Treffen am 21.11.

Erneut beschäftigte das Problem, dass auch in Bammental ein Mangel an preiswertem Wohnraum besteht, während es gleichzeitig etliche leerstehende Häuser und Wohnungen gibt.

Von den Gemeinderäten wurde gefragt, ob seitens der GRÜNEN Fraktion ein „Antrag auf Einladung eines Experten zum Thema Leerstandskataster“ in den Gemeinderat eingebracht werden solle, obwohl dies vom Bürgermeister mündlich bereits zugesagt worden sei. Mit einem Leerstandskataster kann eine Übersicht darüber geschaffen werden, wie viele und welche Leerstände es in Bammental gibt. Dies sei eine allte Forderung der GRÜNEN und müsse eindeutig Vorrang vor der Ausweisung neuer

Baugebiete haben. Schnell war man sich deshalb einig, dass ein solcher Antrag trotz der Zusage des Bürgermeisters sinnvoll sei, weil damit zumindest ein zeitlicher Druck für diese Experteneinladung geschaffen werde und dann die Auseinandersetzung mit dem Thema Wohnen im Gemeinderat endlich Fahrt aufnehmen könne.

Zum zweiten Mal stand das Thema Neugestaltung Spielplatz Friedhofsweg im Raum. Von der Verwaltung war erneut der von vielen Gemeinderäten kritisierte Plan als Beschlussvorschlag vorgelegt worden, der für den Hangbereich eine künstliche und auch teure Aufstiegshilfe vorsieht. Gemeinderätin Rehfuss und Gemeinderat Dunkl versprachen, sich in der tags darauf folgenden Gemeinderatsitzung ganz vehement für naturnähere Alternativplanungen zur Gestaltung des Hanges einzusetzen (Anmerkung: mit Erfolg)

Jeder der Anwesenden konnte bestätigen, dass von Bürgern immer wieder die unerträgliche Situation für Fußgänger in der Hauptstraße beklagt wird, insbesondere wenn sie mit Kindern an der Hand oder im Kinderwagen die Hauptstraße überqueren wollen bzw. müssen. Es gäbe seit Bestehen der Baustelle Industriestraße Tageszeiten, in denen man als Fußgänger einfach keine Lücke zwischen den Autos finden könne. Warum denn nicht wenigstens während der Baumaßnahme vorübergehend eine zusätzliche Querungsmöglichkeit etwa auf Rathaushöhe geschaffen werde, wurde kritisiert. Gemeinderätin Rehfuss wies darauf hin, dass der derzeit gewaltige Durchgangsverkehr durch die Hauptstraße nach verspätetem Abschluss der Baumaßnahme (Weihnachten?) vermutlich erst einmal abnehmen wird, dann aber während des nächsten Bauabschnitts zwischen Einmündung Joh.-Seb.-Bach-Str. und großem Kreisel wieder auf die derzeitige Belastung anschwellen wird.

Von den Gemeinderäten wurde berichtet, dass, wie in vielen anderen Fällen, die Kreisverkehrsbehörde auch hier eine notwendige Lösung mit Verweis auf Paragrafen bisher verhindere. Als Beispiel nannte GR Dunkl das jahrelange erfolglose Bemühen der Gemeinde, etwa durch eine besondere Warnanlage etwas gegen das regelmäßige Steckenbleiben von LKWs in der Eisenbahnunterführung zu unternehmen. Gemeinderätin Rehfuss wies auf das Argument der Kreisverkehrsbehörde hin, dass laut Paragraf xy zwischen zwei Ampeln oder Zebrastreifen ein Mindestabstand bestehen müsse. Wie absurd das ist, zeigt sich in Bammentals Hauptstraße, wenn jemand z.B. zu Fuß aus der Waldstraße zur Sparkasse möchte. Dann müsste sie/er, insbesondere wenn Kinder dabei sind und sie/er sicher und regelkonform ans Ziel gelangen will, bei der dortigen Fußgängerampel die Hauptstraße überqueren und bis zur nächsten Ampel bei der TV-Halle gehen, dort die Hauptstraße wieder überqueren und auf der anderen Seite bis zur Sparkasse zurück laufen. Beim Rückweg wäre es dann wieder der gleiche Umstand. Es sei kaum zu glauben, dass durch eine Behörde die Sicherheit von Bürgern so verhindert werden dürfe, meinte eine junge Mutter. Ein anderer Besucher regte an, mit einer Petition gegen diesen „Unsinn“ anzukämpfen. Vielleicht sei in einem neuen Anlauf doch noch eine ambulante Ampel am Rathaus zu erreichen, meinte ein optimistischer Besucher. Grundsätzlich habe sich nach der Öffnung der Straße Lingental/Leimen der Verkehrsfluss in der Hauptstraße noch einmal massiv verstärkt. Und die GRÜNEN dürften hier nicht erlahmen, für eine fußgängerfreundliche Lösung zu kämpfen.

Die Frage, wie sich auf kommunaler Ebene die Plastikflut durch den „Verpackungswahn“ eindämmen ließe, konnte aus Zeitgründen an diesem Abend nicht mehr ausdiskutiert werden. Dies soll aber in einer künftigen Sitzung fortgesetzt werden.

Das nächste öffentliche Treffen des GRÜNEN Ortsverbands findet am 5.12. um 19:30 Uhr im Restaurant Korfu statt. Da der Nikolaus erst am nächsten Tag kommt, hoffen wir auf zahlreichen Besuch junger Eltern.

PD


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