Zusammenfassung der Gemeinderatssitzung vom 20.11.2025 25. November 202526. November 2025 Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und klare Weichen für die ZukunftIn der Gemeinderatssitzung am 20. November 2025 wurden wichtige Weichen für Bammental gestellt: Der Waldhaushalt 2026, der Haushalt 2026 und die Bürgermeisterwahl 2026 standen im Mittelpunkt. Unsere Fraktion setzte sich für ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und zukunftsweisende Investitionen ein. Waldhaushalt 2026Das Kreisforstamt stellte den Vollzug des Waldhaushaltes 2024, den bisherigen Verlauf 2025 sowie den Haushaltsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2026 vor. Der neue Revierförster, Herr Kappes und der beliebte Forstamtsleiter Manfred Robens, gaben einen Überblick über den Zustand des Waldes und anstehende Maßnahmen, darunter der fortlaufende Waldumbau hin zu klimaresilienteren Baumarten, das sei aufgrund des fortschreitenden Klimawandels zwingend Notwendig um den Erhalt unserer Wälder zu ermöglichen. Außerdem werden eine geplante Bodenschutzkalkung am Bammertsberg (Hubschrauberflüge) sowie Pflegearbeiten in einzelnen Waldbereichen durchgeführt. Die Bevölkerung soll vorher jeweils informiert werden. Rückfragen des Gemeinderats betrafen unter anderem die wirtschaftliche Bewertung der Baumarten, den Zustand des Bannwaldes sowie Sitzgelegenheiten im Wald. Die Vorlage wurde einstimmig angenommen.Unsere Position: Wir begrüßen die ökologische Ausrichtung des Waldhaushalts und fordern, dass der neue Forsteinrichtungsplan (ab 2027) Nachhaltigkeit, Regionalität und Artenvielfalt klar verankert. Abbildung: Kreisforstamt Rhein-Neckar-Kreis, Manfred Robens:Der Klimawandel schreitet voran. Im Vergleich zum Referenzzeitraum 1961 bis 1990 verzeichnen wir in Deutschland seit den 2000er Jahren fast ausschließlich höhere Temperaturen, Tendenz steigend. Das macht auch unserem Bammentaler Wald zu schaffen. Haushalt 2026: Investitionen in die Zukunft – aber mit WeitsichtDer Haushalt 2026 wurde mit einer Unterdeckung von 253.000 € beschlossen. Die Fraktion der Grünen stimmte zu, da wichtige Zukunftsprojekte berücksichtigt wurden – auch wenn wir uns mehr Transparenz und Mut für ökologische und soziale Prioritäten wünschen.Unsere Schwerpunkte:Photovoltaikanlage am Schulzentrum: 500.000 € sind ein wichtiger Schritt für die Energiewende. Unsere Fraktion wird darauf drängen, dass die Umsetzung zügig erfolgt.Sanierung des Waldschwimmbads: Mit 4,9 Mio. € in den Folgejahren investieren wir in Lebensqualität und Breitensport. Wir fordern, Bundesmittel für Schwimmbad-Sanierungen aktiv zu beantragen.Neubau Feuerwehrhaus: Die Sicherheit unserer Gemeinde hat höchste Priorität. Allerdings stockt das Projekt, und der aktuelle Stand ist für uns als Gemeinderat noch immer nicht vollständig klar. Eine Einigung, die die finanziellen Möglichkeiten der Kommune wahrt und gleichzeitig den Bedarf der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) so gut wie möglich deckt, muss im offenen Austausch zwischen Verwaltung, FFW und Gemeinderat gefunden werden.Sanierung der ETS: 2,6 Mio. € fließen in die Erweiterung – ein wichtiges Signal für Bildung. Wir regen an, zusätzlich Sprachförderung für den Übergang vom Kindergarten zur Schule zu prüfen.Biotopverbundplanung: Die eingestellten Planungsmittel sind ein erster Schritt, um ökologische Netzwerke zu stärken. 2026 erwarten wir konkrete Umsetzungsvorschläge, um die Artenvielfalt in Bammental zu sichern.Ökologische Standards bei Grünflächen: Auf Initiative der UWB wurden Mittel für die Vergabe von Grünflächenpflege aufgenommen. Wir fordern, dass diese an ökologische Kriterien geknüpft werden – etwa nach dem Vorbild unseres Antrags „Blühendes Bammental“.Kritik und Forderungen:Klimaschutz und Hitzeschutz: Bammental hinkt hier hinterher. Entsiegelung, Begrünung und eine menschenzentrierte Stadtplanung müssen endlich Priorität erhalten.Digitale Infrastruktur: Die Glasfaseranbindung durch die Deutsche Glasfaser muss zügig umgesetzt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Gemeinde zu sichern.Straßensanierung: Trotz reduzierter Investitionen halten wir an der 2%-Quote des Infrastrukturvermögens fest. Der Lärmaktionsplan muss endlich genehmigt und umgesetzt werden.Ulf Höppner betonte in unserer Haushaltsrede:„Der Haushalt 2026 ist geprägt von einer verantwortungsvollen Abwägung zwischen finanzieller Stabilität und notwendigen Investitionen in die Zukunft. Wir als Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stehen für eine nachhaltige Entwicklung, die Ökologie, soziale Verantwortung und wirtschaftliche Vernunft miteinander verbindet.“ Bürgermeisterwahl 2026: Fairer Prozess für eine starke ZukunftBürgermeister Holger Karl erklärte in einer Rede, bei der kommenden Wahl 2026 nicht mehr antreten zu wollen. Er werde aber bis zum Ende der Amtszeit mit vollem Engagement weitermachen.Unsere Position: Wir nehmen die Entscheidung von Bürgermeister Karl mit Respekt und großer Wertschätzung zur Kenntnis. Für sein langjähriges Engagement, seine Tatkraft und seinen Einsatz für unsere Gemeinde danken wir ihm von Herzen. Unter seiner Führung hat Bammental wichtige Impulse erhalten, die unser gemeinsames Leben hier bereichern. Für seinen weiteren Lebensweg – privat und beruflich – wünschen wir ihm von Herzen alles Gute, Gesundheit und neue inspirierende Aufgaben. Außerdem wurden folgende Beschlüsse einstimmig gefasst:Die Bürgermeisterwahl soll zusammen mit der Landtagswahl am 08. März 2026 stattfinden.Die Bürgermeister-Stelle wird regelkonform ausgeschrieben.Das Ende der Bewerbungsfrist wird auf den 11.02.2026 festgelegt.Die Ernennung des Gemeindewahlausschusses wird auf die nächste Sitzung vertagt.Die Wahlzeit wird auf 8:00–18:00 Uhr festgelegt.Eine Kandidatenvorstellung wird am 02.03.2026 stattfinden. Fazit: Gemeinsam für ein lebenswertes BammentalDer Haushalt 2026 zeigt: Bammental steht finanziell im Vergleich noch gut da. Wir können noch gestalten, sehen uns aber mit immer größeren Herausforderungen konfrontiert. Die steigenden Kosten für Personal, Kreisumlage und kommunale Aufgaben belasten – trotz guter Gewerbesteuereinnahmen – den Gemeindehaushalt zunehmend.Wir haben große Aufgaben vor uns – aber auch große Chancen. Wir bleiben mutig und engagiert, um unsere Gemeinde nachhaltig, sozial und zukunftsfähig zu gestalten.