Neues aus dem Gemeinderat – Sitzung 23.03.26 Wärmeplanung, Paddle Tennis und Sanierung Fischersberg 29. März 202629. März 2026 Die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am Donnerstag war umfangreich und die Unterlagen mit 662 Seiten herausfordernd für die Gemeinderäte. Zur Erläuterung der einzelnen Themen waren Vertreter der Syna zu Wärmeplanung und der Ingenierubüros zum Erweiterung am Möbelzentrum und der Sanierung am Ficherberg. Es wurde weitestgehend sachlich, bei einzelnen Punkten jedoch intensiv diskutiert. Die Tagesordnung findet sich wie immer im Ratsinformationssystem der Gemeinde: Ratsinformationssystem TOP 3 Kommunale Wärmeplanung: Versorgungssicherheit im Fokus Der Beschluss, den kommunalen Wärmeplan zukünftig als Strategie für kommunale Vorhaben zu nutzen, wurde mit großer Mehrheit gefasst (15 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung). Die Kommunale Wäremplanung findet sich hier in der vollständigen Fassung: kommunale Wärmeplanung Ein zentraler Diskussionspunkt war die Frage, ob die Stromnetze den steigenden Anforderungen durch Wärmepumpen, Photovoltaik und Elektromobilität gewachsen sind. Der Vertreter der Syna konnte hier beruhigen: Auf lokaler Ebene bestehen derzeit keine Engpässe. Herausforderungen seien eher auf übergeordneter Netzebene zu erwarten. Auch Fragen zur zukünftigen Versorgung mit Ökostrom wurden aus dem Gemeinderat ausgesprochen: Wer produziert zukünftig Ökostrom? Es gibt bereits einige Erzeuger in der Region. Zeitweise gab es sogar regionale Überkapazitäten. Bezüglich sogenannter „Dunkelflauten“ wurde – neben aktuell im Aufbau befindlichen Speicherlösungen – auf den europäischen Stromverbund verwiesen, der die Versorgungssicherheit gewährleisten soll. Wichtig für viele Bürgerinnen und Bürger: Nach Aussage des Netzbetreibers wurde in Bammental bislang noch keine Wärmepumpe aus Kapazitätsgründen abgelehnt. Und das wird auch zukünftig nicht der Fall sein! Einschränkungen betreffen aktuell eher Zusatzleistungen wie den Ausbau von Ladesäulen, deren Genehmigung sich ggf. verzögert, weil zunächst Anpassungsmaßnahmen notwendig sind. Einordnung der Grünen FraktionDie Ergebnisse der Wärmeplanung zeigen, dass in Bammental die Wärmepumpe die technisch sinnvollste Alternative für alle Haushalte ist, die sich nicht im Bereich der Hauptstraße und der Schulzentren befinden. Für letztere ist theoretisch ein Wärmenetz technisch sinnvoll. Nun liegt es an der Gemeinde, zeitnah die Richtung für das Gebiet vorzugeben, damit für die Anwohner klar ist, welche Heizungsform für Modernisierungen in Frage kommt. Leider kann, durch den unklaren Kurs der aktuellen Regierung, keine Aussage zum Betrieb von Gasheitzungen über das Jahr 2040 hinaus gemacht werden. TOP 4: Bebauungsplan Gewerbepark B45 (ehemaliges Möbelhaus) Im ehemaligen Möbelzentrum soll eine Paddle Tennis Sportanlage entstehen, was von allen Fraktionen sehr begrüßt wird. Planungsrechtlich gibt es keine Bedenken – weder von Seiten der Anwohner noch des Naturschutzes. Schützenswerte Habitate werden durch kleinere Anpassungen der Planung geschützt. Eine zusätzliche Ampelanlage ist nicht erforderlich. Kevin Roth regte jedoch an, dies nicht nur im Hinblick auf die Sportanlage, sondern auch im Zusammenhang mit dem Ausbau des Radwegs nach Neckargemünd zu prüfen. Die Lärmentwicklung ist unkritisch. Es sind eine hochwasserangepasste Bauweise vorgesehen (HQextrem) sowie Ausgleichsmaßnahmen durch Umwandlung von Ackerfläche in Grünland vorgesehen. Der Entwurf zum Bebauungsplan wurde einstimmig gebilligt. TOP 5: Sanierung Im Grund, Fischersberg und obere Waldstraße Nach intensiver Diskussion wurde die Ausführungsplanung und Ausschreibung der Straßensanierungsmaßnahme im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzepts für den Fischersberg mehrheitlich beschlossen. Aufgrund von Befangenheit nahmen mehrere Gemeinderäte an Beratung und Abstimmung nicht teil. Die Planung berücksichtigt die Ergebnisse von zwei Bürgerbeteiligungen und umfasst:– Erneuerung der Wasser- und Abwasserleitungen (insbesondere im Hinblick auf Starkregen)– Verbesserung der Löschwasserversorgung– Neuordnung der Parksituation (insgesamt über 70 Stellplätze im Gebiet)– Erhalt der bisherigen Verkehrsführung– Gehwege bleiben bestehen und werden teilweise an heutige gesetzliche Anforderungen angepasst und verbreitert Die Diskussion im Gemeinderat zeigte unterschiedliche Perspektiven. Neben der Sicherstellung von Parkraum wurden auch Aspekte wie Aufenthaltsqualität, Begrünung und alternative Nutzung des öffentlichen Raums thematisiert. Die Interessenvertretung für Fußgänger war sehr schwach ausgeprägt. Es waren im Gegenzug viele Anwohner vor Ort um ihr Anliegen, die öffentlichen Parkflächen auf Grund der baulichen Gegebenheiten im Gebiet weiterhin den Anwohnern zum Abstellen privater PKW zur Verfügung zu stellen, zu vetreten. Der Versuch, im Rahmen der Planung einen möglichst breiten Konsens zu finden, zeigte sich u. a. in der Diskussion zur Ausgestaltung der Gehwege: So erteilte die Gemeinde dem Vorschlag von Herrn Kirchner nach einem abgesenkten oder entfallenden Gehweg, zum besseren Rangieren der Fahrzeuge, zum Schutz der Fußgänger eine Absage. Gleichzeitig wurde auf die Frage von Herrn Roth, ob ein Hochbord zum Schutz der Fußgänger möglich sei, wörtlich geantwortet: „Nein, darauf wird zum Schutz der Autos verzichtet.“ Weitere diskutierte Punkte:– Einbahnregelung ist im Grund beantragt– von der Gemeinde zu erwerbende kirchliche Flächen könnten für zusätzliche Parkplätze genutzt werden– Einrichtung „Hol- und Bring-Parkplätze“ mit barrierearmem Zugang zu Kirche Weitere Beschlüsse und Themen zu anderen Tagesordungspunkten: Erhöhung der Wahlhelferentschädigung beschlossen Zuschuss für die Kita am Wald bewilligt Beteiligungsbericht zur KWG und Süwag zur Kenntnis genommen In den Fragen der Gemeinderäte wurde angeregt, im Amtsblatt wieder verstärkt auf Öffnungszeiten und Notdienste der Apotheken hinzuweisen. TOP 11: EinwohnerfragenDer Bürgermeister wies die Anwohner des Fischersbergs darauf hin, dass eine Diskussion zu aktuellen Tagesordnungspunkten in der Fragestunde nicht gewünscht ist. Darüber hinaus gab es eine Anfrage zum Spielplatz im Gebiet Fischersberg / Im Grund: Der Spielplatz ist nahezu fertiggestellt und wurde ausdrücklich gelobt.Ein Hinweis zur Erreichbarkeit der oberen Ebene mit Rollstuhl und Kinderwagen wurde von der Verwaltung aufgenommen, und es wurde zugesichert, dass der obere Zugang zum Spielplatz trotz neuer Parkregelungen bestehen bleibt. Offen ist auch noch die farbliche Gestaltung der Mauer. .